Konzept- und Machbarkeitsstudie für das Landestheater Detmold

Theater_Detmold
unsplash/Geert Pieters
Detmold I Foto: Theater Außenfassade/2023 A.T. Schaefer

Das Landestheater Detmold ist ein Dreispartentheater mit fünf Spielstätten. Für die kulturelle Versorgung Detmolds und Ostwestfalen-Lippes ist es von besonderer Bedeutung. Zugleich gilt es mit seinen zahlreichen Gastspielen insbesondere in NRW als die größte Reisebühne Europas.

Vor dem Hintergrund einer nun erforderlichen Sanierung befasste sich unser Projekt, gemeinsam durchgeführt mit unseren Partnerinnen und Partnern von theapro (als Expertinnen und Experten für unter anderem die infrastrukturelle und bauliche Gestaltung von Theatern und Opernhäusern), mit einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Aufstellung des Hauses. Dabei haben wir uns mit drei Themenbereichen beschäftigt:

  1. Konzeption: Wie soll angesichts gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen (z. B. Digitalisierung, Öffnung und Niedrigschwelligkeit) das künftige künstlerische Profil des Hauses aussehen, um künftig mehrere und breitere Zielgruppen anzuziehen und für Kultur zu begeistern?
  2. Bau: Welche Sanierungsmaßnahmen sind am Haus erforderlich und welche baulich-infrastrukturellen Anforderungen hat der zukunftsfähige Theater- und Gastspielbetrieb in Detmold?
  3. Betrieb: Wie müssen strukturelle und wirtschaftlich nachhaltige Rahmenbedingungen für ein zukunftsfähiges Landestheater Detmold aussehen?

Zentral war es dabei, die enge Verzahnung der Themenbereiche zu berücksichtigen. So lassen sich beispielsweise Fragen baulicher Weiterentwicklung nicht ohne ein klares Bild vom zukünftigen inhaltlichen Profil eines Theaters beantworten. Zugleich müssen dabei immer auch strukturelle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen mitgedacht werden. Nur auf diesem Weg kann ein ganzheitliches und fundiertes Konzept entstehen, das als starke Basis für die Weiterentwicklung eines Hauses dient.

An verschiedenen Stellen haben actori und theapro das Projekt partizipativ bearbeitet, z. B. durch Stakeholder/-innen-Interviews, durch Workshops sowie durch Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit. Denn bei der Weiterentwicklung eines Theaters stehen oft verschiedenste Ansprüche und Interessen im Raum. Diese frühzeitig und angemessen zu berücksichtigen, kann erheblich zu einem zielführenden und breit akzeptierten Konzept beitragen.

 

Das Projekt wurde umgesetzt von Dr. Sebastian Lücke, Beratung, Michaela Hermann, Beratung und Prof. Maurice Lausberg, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter.

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