Optimierung des Museumsshops der Albertina in Wien

Albertina_Wien_Aussenfassade
Wien I Außenansicht ALBERTINA I Foto: © Harald Eisenberger

Kontext

Die Albertina in Wien zählt weltweit zu den renommiertesten Museen und Ausstellungshäusern. 1776 von Herzog Albert von Sachsen-Teschen begründet, geben die umfangreichen Sammlungen einen Einblick in 600 Jahre Kunstgeschichte: Über 1 Millionen Zeichnungen und Druckgrafik von der Spätgotik bis zur Gegenwart, rund 100.000 österreichische Kunstfotografien, über 40.000 Pläne, Studien und Modelle des Genres Architekturzeichnung sowie Gemälde und Skulpturen bedeutender Künstlerinnen und Künstler der Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Letzteres ist auch in der Albertina Modern zu sehen, dem 2.000 Quadratmeter großen Ausstellungshaus am Karlsplatz. Die Albertina zieht jährlich über eine Million Besuchende an und ist damit eine der wichtigsten kulturellen Attraktionen und Anlaufstellen in Wien. Um den hohen Eigenanteil an der Finanzierung zu gewährleisten, muss die Albertina zunehmend als wirtschaftlicher Entrepreneur agieren. Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse des Museums stammt aus dem eigenen Museumsshop, der sowohl vor Ort als auch online verfügbar ist. Dieser Shop unterstützt nicht nur die Gewinnerzielung, sondern auch das Marketing und die pädagogische Vermittlung der Museumsaktivitäten.
Die Albertina stand unterschiedlichen Herausforderungen hinsichtlich Shop-Gestaltung, Produktvielfalt und Wirtschaftlichkeit von Produkten gegenüber. Eine umfassende Evaluation der Shop-Aktivitäten unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Kennzahlen aber auch qualitativer Aspekte wurde notwendig.

Vorgehen

In einer Status quo Analyse und einem Workshop vor Ort wurde die Entwicklung des Museumsshops sowie die Produktauswahl genau analysiert. Zudem wurden Trends und Marktbewegungen (z. B. Tourismusentwicklung in Wien) genauer betrachtet. Dabei zeigte sich, dass der Museumsshop trotz einiger Herausforderungen bereits im Status quo sehr erfolgreich ist und viele richtige Schritte bereits unternommen wurden. Dennoch konnten Themen wie die Produktvielfalt, die Stärkung des Onlineshops und die Nutzung aussagekräftiger Kennzahlen diskutiert und Optimierungen herausgestellt werden.

Mehrwert

  • Fundierte Expertise: actori verfügt über umfassende Erfahrung in der Beratung von Museen und Museumsshops, was eine fundierte Analyse und Empfehlungen ermöglichte.
  • Ergebnisse aus Studien: Eine 2022 durchgeführte actori-Studie zu Online-Museumsshops lieferte wertvolle Erkenntnisse und Best Practices, die auf die Situation der Albertina angepasst wurden.
  • Zielgerichtete Empfehlungen: Konzentration auf die spezifischen Herausforderungen der Albertina und Entwicklung maßgeschneiderter Empfehlungen z. B. zur Produktauswahl, um den Erfolg des Museumsshops zu steigern.
  • Nachhaltige Zielerreichung: Durch die vorgeschlagenen Kennzahlen und Monitoring-Methoden kann die Albertina den Erfolg kontinuierlich überwachen und Anpassungen vornehmen, um langfristigen Erfolg sicherzustellen.
  • Im Zuge des Projektes konnte das Gleichgewicht zwischen pädagogischer Aufgabe und Wirtschaftlichkeit des Museumsshops gut eingeschätzt werden und so Empfehlungen geben, die weder rein pädagogisch/inhaltlich, noch ausschließlich aus gewinnorientierter Sicht getrieben sind und die Strahlkraft der Marke "Albertina" mit einbeziehen.

 

Das Projekt wurde umgesetzt von Franziskus Linsmann, Projektleitung, Pavel Achter, Beratung und Frank Schellenberg, Geschäftsführung.

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