Kontext
Die Lausitz ist eine Region von herausragender kultureller und landschaftlicher Bedeutung. Fünf ausgewiesene UNESCO-Stätten – die UNESCO-Biosphärenreservate Spreewald und Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, der UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen/ Łuk Mużakowa als auch die UNESCO-Welterben Muskauer Park/ Park Mużakowski und Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine – sowie das Immaterielle Kulturerbe der Sorben prägen das Bild der Region. Mit dem Projekt „UNESCO 5 – Erbe der Lausitz“ wurde erstmals eine verbindende Struktur geschaffen, die darauf abzielt, die Sichtbarkeit und Vernetzung dieser Partner/-innen zu stärken und den Strukturwandel in der Region aktiv zu begleiten.
Abbildung: Karte „UNESCO in der Lausitz“
EVTZ im Auftrag von "Erbe der Lausitz"
Gerade im Bildungsbereich bergen die UNESCO 5-Partner/-innen großes Potenzial als außerschulische Bildungsorte, um Themen wie Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt zu vermitteln. Gleichzeitig fehlen jedoch häufig die personellen Kapazitäten, um solche Bildungsformate eigenständig zu entwickeln und nachhaltig umzusetzen. Aus diesem Grund wurde actori von UNESCO 5 – Erbe der Lausitz beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur Integration externer Bildungsanbietender zu erstellen. Ziel war es, ein durchdachtes Vorgehen zu skizzieren, das von der Auswahl geeigneter Bildungsanbietender durch ein Wettbewerbsverfahren bis hin zu deren Einbindung und Qualifizierung reicht.
Vorgehen
Zu Beginn führte actori eine Status-quo-Analyse durch, um die inhaltliche und organisatorische Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bei den Verbundpartner/-innen zu untersuchen. Ergänzend wurden 11 Interviews mit relevanten Stakeholder/-innen durchgeführt, um bestehende Herausforderungen, Potenziale und Erwartungen der Akteurinnen und Akteure detailliert zu erfassen. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Skizzierung möglicher Profile für externe Bildungsanbietende ein. Parallel wurden Chancen, Risiken und zentrale Erfolgsfaktoren für deren erfolgreiche Integration analysiert, was als Basis für das weitere Vorgehen diente.
Darauf aufbauend entwickelte actori eine klar strukturierte Wettbewerbsphase, die eine transparente und qualitativ hochwertige Auswahl geeigneter Bildungsanbieter/-innen sicherstellt. Hierzu gehörten ein umfassender Kriterienkatalog, ein Bewertungsschema sowie Empfehlungen zur Zusammensetzung der Jury. Für die anschließende Umsetzungsphase wurde ein praxisorientierter Plan erstellt, der konkrete Maßnahmen zur Qualifizierung der Bildungsanbietenden und deren nahtlose Einbindung in die bestehenden Strukturen des Verbunds vorsah.
Abschließend kalkulierte actori den zeitlichen Ressourcenbedarf des UNESCO 5-Teams sowie die externen Kosten für die Umsetzung des Vorhabens. Zugleich wurde eine realistische Einschätzung der Anzahl förderbarer Bildungsanbietender im Rahmen des verfügbaren Förderbudgets vorgenommen.
Mehrwert
- Die Machbarkeitsstudie definierte ein klares, auf die spezifischen Anforderungen des UNESCO 5-Verbunds abgestimmtes Vorgehen und legte konkrete Prozesse für Auswahl, Qualifizierung und Einbindung der Bildungsanbietenden fest.
- Die Bewertung der Realisierbarkeit und das Aufzeigen konkreter nächster Schritte lieferten eine fundierte Basis für anstehende strategische Entscheidungen.
- Regionales Expertenwissen wurde durch gezielte Interviews systematisch erfasst und direkt in die Empfehlungen der Studie integriert.
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Das Projekt wurde umgesetzt von Sophie-Therese Mitterer, Beratung.