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Eine Betriebsanalyse für das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst

Außenfassade des Museums für angewandte Kunst in Wien mit einem parkenden Auto davor und der Straße
Wien I MAK Ansicht Stubenring, Hertha Hurnaus

Kontext

Das MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien wurde 1863 nach dem Vorbild des Victoria and Albert Museum gegründet und zählt heute zu den bedeutendsten Museen seiner Art weltweit. Mit zahlreichen Ausstellungen, einer beachtlichen Sammlung und einem vielfältigen Vermittlungsprogramm trägt das MAK entscheidend zur kulturellen Bildung in den Bereichen angewandter Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst bei. 2023 besuchten über 170.000 Menschen das Museum in Wien.
Seit seiner Gründung hat das MAK verschiedene strukturelle und organisatorische Entwicklungen durchlaufen. Angesichts aktueller Herausforderungen – wie z. B. inflationsbedingt steigende Kosten oder zu optimierende Prozesse – wurde im Zeitraum August bis Dezember 2024 eine umfassende Betriebsanalyse durchgeführt, um Optimierungspotenziale zu identifizieren und sich weiterhin zukunftsfähig aufzustellen.

Vorgehen

In einem ersten Schritt erfolgte eine umfassende Status-quo-Analyse: Ausführliche Analysen zu Stellenplänen, Jahresabschlüssen und Ausstellungsplänen sowie rund 15 Interviews mit Mitarbeitenden des MAK lieferten wichtige Anhaltspunkte für die herausfordernde finanzielle Ausgangslage sowie zu optimierende Prozesse. Anhand einer Benchmark-Analyse mit vier weiteren europäischen Kunstgewerbemuseen ließ sich die herausragende Stellung des MAK, insbesondere in Bezug auf die Vielfältigkeit und künstlerische Qualität der Sammlung herausarbeiten. Die hohe Anzahl von Sonderausstellungen beziehungsweise die Größe der durch sie bespielten Fläche bestätigten die hohe Produktivität des MAK. Weitere Interviews mit fünf Expertinnen und Experten aus der Museumsszene lieferten hilfreiche Einschätzungen zu Image, Profil und Präsenz des MAK.
actori zeigte in einem zweiten Schritte Optimierungsvorschläge für die einzelne Prozesse auf, unter anderem durch Anwendung des actori eigenen Digitalisierungschecks. Anschließend erfolgte eine tiefergehende Untersuchung der aktuellen Wirtschaftsplanung, um die künftige finanzielle Entwicklung des MAK zu analysieren. In diesem Zusammenhang wurden auch Ertragssteigerungs- und Kostensenkungspotenziale untersucht und zusätzliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Angebote und Präsenz, Struktur, Personal und Finanzen ermittelt.

Mehrwert

  • Im Projekt wurden Maßnahmen identifiziert, mit denen das MAK z. B. sein Reporting gegenüber dem Träger oder die Erstellung von Besuchsstatistiken optimieren kann.
  • Das Benchmarking hat die herausragende Stellung des MAK unter Kunstgewerbemuseen herausgearbeitet und lieferte wichtige Anhaltspunkte zur Einordnung der Ressourcen und seiner Produktivität.
  • Einschätzungen von Expertinnen und Experten lieferten konkrete Hinweise darauf, wie das MAK weitere Besuchspotenziale heben kann und seine internationale Strahlkraft erhöhen kann.
  • Zudem hat das Projekt Transparenz sowohl für den Träger als auch für alle Mitarbeitenden über zukünftige Herausforderungen geschaffen und mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt.

 

Das Projekt wurde umgesetzt von Marietta Schoenberg, Projektleitung, Michaela Herrmann, Beratung, Frank Schellenberg, Geschäftsleitung.